Zum Inhalt springen

Artikel · 06. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit

„Ich habe keinen Bock auf Marketing, aber ich hätte gern die Kunden“

Diesen Satz höre ich fast täglich. Manchmal direkt. Meistens zwischen den Zeilen. Und ich verstehe ihn. Wirklich.

Aber er ist auch der Grund, warum so viel Marketing aussieht, als hätte es ein müder Praktikant am Freitagabend zusammengeklickt. Generisch. Austauschbar. Ohne eigene „Duftmarke“.

Vielleicht kennst du das selbst. Jedes Mal, wenn du auf „Posten“ klickst und dir dabei denkst: Hoffentlich funktioniert's diesmal.

Aber deine Zielgruppe spürt das. Wenn etwas generisch klingt, gehen sie direkt innerlich auf Abstand.

Wer Marketing als notwendiges Übel betrachtet, macht es wie jemand, der ein Gespräch führt und dabei aufs Handy schaut. Anwesend. Aber nicht wirklich da.

Man könnte jetzt sagen: Finde einfach Freude am Marketing.

Schöner Gedanke. Aber er greift zu kurz. Freude allein reicht nicht. Du kannst Freude an einer Sache haben und trotzdem oberflächlich bleiben.

Was wirklich fehlt, ist Verbindung zu den Menschen, für die du es machst. Und diese Brücke entsteht nicht durch Nachdenken. Sondern durch Fragen.

Konkret: Weißt du, was deine Kunden sagen, wenn sie im Gespräch plötzlich seufzen und anfangen mit „Und was mich eigentlich nervt...“?

Das sind die Sätze, die niemand sonst aufgreift. Die keine KI kennt. Die kein Template abdeckt.

Ich habe das bei mir selbst gemerkt. Irgendwann wurde mir klar: Ich kommuniziere an den Leuten vorbei.

Also habe ich frühere Kunden angerufen – mit 5 Fragen, die ich mir vorher zurechtgelegt hatte.

Danach habe ich aufgehört, so zu schreiben, dass es mir gefällt. Und angefangen, so zu schreiben, dass ich damit in den Kopf der richtigen Kunden komme.

Plötzlich schrieben mir Leute: „Woher weißt du das?“ oder: „Das ist exakt mein Problem.“

Widerwillen gegen Marketing ist kein Charakterfehler.

Er ist ein Symptom dafür, dass du versuchst, etwas zu verkaufen, ohne wirklich zu verstehen, wem. Und jede Woche, die du so weitermachst, trainierst du dein Gehirn darauf, Marketing als Strafe zu empfinden.

Sobald du das änderst, fühlt sich Marketing nicht mehr wie Pflicht an. Sondern wie ein Kamingespräch mit jemandem, den du kennst.

Wo bleibt bei dir Umsatz liegen?

Analysegespräch vereinbaren